Gesundheitswissen von A bis Z: Prävention

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Unter Prävention versteht man Maßnahmen, um das Eintreten unerwünschter Zustände oder Ereignisse zu verhindern. Im Gesundheitssystem hat Prävention die Aufgabe das Auftreten von Krankheiten zu vermeiden, aber auch Risiken für das Auftreten von Krankheiten zu verhindern und abzuwenden. Konkret besteht Prävention aus Interventionsmaßnahmen, die Bedingungs- und Risikofaktoren beeinflussen.

Ein Beispiel für Prävention findet sich in der Sozialmedizin des 19. Jahrhunderts. Es wurde festgestellt, dass durch Keime und Menschenansammlungen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Dies steht im direkten Zusammenhang mit einer hohen Erkrankungsrate. Um das Ziel zu erreichen, Krankheiten zurück zu drängen, wurde als Maßnahme zur Prävention eine bessere Hygiene angesehen.

Gesundheitsprävention lässt sich nicht nur in der Medizin finden, sondern hat sich auf andere Fachbereiche wie Psychologie, Soziologie und Pädagogik ausgeweitet. Neben der Prävention wird oft von Gesundheitsförderung gesprochen. Dabei muss man beide Begriffe voneinander abgrenzen. Bei der Prävention wird versucht, Krankheiten zu verhindern, die Gesundheitsförderung dagegen ist das Ziel die gesundheitlichen Lebensfaktoren zu stärken. Obwohl beide Fachgebiete unterschiedliche Ansätze haben, wird darauf abgezielt Gesundheit zu fördern und zu erhalten.

Um einen Überblick zu schaffen, wurde eine Unterteilung in Primär-, Sekundär-, Tertiär und Quartärprävention eingeführt:
1) Die Primärprävention setzt vor dem Eintreten einer Krankheit ein und richtet sich an gesunde Personen. Beispiele sind Maßnahmen zur besseren Ernährung, mehr Bewegung oder Stressbewältigung.
2) Versucht man im Frühstadium einer Krankheit das Fortschreiten und die Chronifizierung zu verhindern, spricht man von Sekundärprävention. Auch die Früherkennung von Krankheiten zählt dazu. Die Zielgruppe sind Akutpatienten. Als Beispiel lassen sich Vorsorgeuntersuchungen wie Brustkrebs-Screening anführen.
3) Bei der Tertiärprävention versucht man bei Patienten mit einer manifestierten Krankheit Folgeschäden und Rückfälle zu verhindern. Als Beispiel lassen sich allgemeine Rehabilitationsmaßnahmen anführen.
4) In der Quartärprävention soll unnötige Medikation und Übermedikation verhindert werden.

Prävention lässt sich des Weiteren in Verhaltens- und Verhältnisprävention unterscheiden:
– In der Verhaltensprävention will man gesundheitsförderndes Verhalten initiieren und stabilisieren und gesundheitsriskantes Verhalten vermeiden.
– Die Verhältnisprävention hat das Ziel Umwelt- und Lebensbedingungen so zu verändern, dass Risiken verhindert werden und gesunde Verhältnisse geschaffen werden.

In Deutschland gibt es viele staatliche, private und wissenschaftliche Organisation die sich mit dem Thema Prävention beschäftigen.

 

Foto: Fotolia/contrastwerkstatt

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