Gesundheitswissen von A bis Z: Osteoporose

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Aufgrund der Häufigkeit des Vorkommens ist die Osteoporose (Knochenschwund) als Erkrankung, bei welcher die Knochenfestigkeit abnimmt, allgemein hin bekannt. Alles Wissenswerte zur Entstehung und seiner Symptomik, erfahren Sie im heutigen Blog-Beitrag von Physioline.

 

Definition:
Osteoporose bezeichnet eine Erkrankung des Knochens und wird umgangssprachlich auch als Knochenschwund bezeichnet. Mit zunehmendem Alter bauen Knochen mehr Substanz ab, als sie aufbauen. Die Knochendichte nimmt ab und das Risiko einer Fraktur (Bruch) eines Knochens steigt. Betroffen sind meist Patienten im hohen Alter, dabei bilden postmenopausale Frauen den größten Teil.

Ätiologie:
Bis zum 30.-40. Lebensjahr baut unser Knochen mehr Material auf als ab. Ab einem gewissen Zeitpunkt überwiegt der Abbau. Bei Patienten mit Osteoporose ist der Abbau gesteigert als bei gesunden Patienten. Ursachen dieses verstärkten Abbaus können durch andere Erkrankungen verursacht werden. Dies wird als sekundäre Osteoporose bezeichnet, bildet aber nur einen kleinen Teil der von Osteoporose betroffenen Patienten. Primär entsteht die Osteoporose nach den Wechseljahren oder nach dem 70. Lebensjahr.

Symptome:
Bei der Osteoporose entstehen meist erst dann Beschwerden, wenn Knochenbrüche auftreten. Durch die verminderte Knochendichte, kommt es bei Stürzen leichter zu Frakturen, aber auch Spontanfrakturen, das heißt Frakturen ohne ersichtlichen Grund können auftreten. Wirbelkörperfrakturen sind häufig und sind mit starken Rückenschmerzen verbunden. Durch vermehrte Wirbelbrüche entsteht auch ein Rundrücken und die Körpergröße nimmt ab. Frakturen an Extremitäten wie der Oberschenkelhalsbruch, sind mit Schmerzen und Immobilisation verbunden, da die Fraktur behandelt werden muss.

Diagnose:
Zunächst wird in der Anamnese das Beschwerdebild abgefragt. Eine körperliche Untersuchung und Fragen nach Risikofaktoren schließen an. In einer Röntgenuntersuchung können Frakturen festgestellt werden. Eine Knochendichtemessung kann Aussagen über die Bruchfestigkeit der Knochen liefern.

Therapie:
Durch Frakturen entstehende Beschwerden sollten beseitigt werden, um den Patienten normale Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Um der Osteoporose Einhalt zu gebieten, versucht man positiv auf den Knochenstoffwechsel einzuwirken und dem Knochenabbau zu bremsen. Bei der Ernährung ist es wichtig ausreichend Vitamin D und Calcium zu sich zu nehmen. Des Weiteren sollte Übergewicht vermieden werden. Regelmäßige körperliche Aktivität hat einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. Um Frakturen zu vermeiden, ist eine Sturzprävention wichtig. Dabei werden mögliche Risikofaktoren im Alltag erkannt und das richtige Stürzen im Notfall erlernt.

Quellen:
http://www.osteoporose-dop.org/fileadmin/user_upload/Pll_2010.pdf (abgerufen am 27.02.15)
Herold, G.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2014 Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Foto: Fotolia/ peterjunaidy

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